Wahnsinn im Wartezimmer!

Bild: Johannes Ross (via unsplash.com / wikimedia CC)

Grippe, Migräneattacke, Durchfall – alles scheißegal: Die Minister der CDU/SPD-Regierung und Bundeskanzler Merz – bekanntlich privatversichert – haben offenkundig keinen Tag ihres Lebens morgens in einem überfüllten Wartezimmer beim Arzt verbringen müssen.

Dementsprechend pocht man in Berlin nun darauf, dass ab dem ersten Krankheitstag ein Attest vorgelegt werden soll. Ebenso wird die telefonische Krankmeldung beim Arzt gestrichen. Damit will man den hohen Krankenstand in Deutschland senken.

Besonders lustig: In der Polittalkshow »Maybrit Illner« verteidigt Merz diese sogenannte Reform lapidar mit »Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis. Sie müssen vom ersten Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben«, aber wie genau das umgesetzt werden soll, das weiß offenbar nur Friedrich Merz.

Dabei arbeiten die Hausarztpraxen schon jetzt am Limit. Die telefonische Krankmeldung hat hier eine gewisse Entlastung gebracht.

Zudem werden sich nicht wenige Arbeitnehmer sagen: »Ich setze mich nicht in das überfüllte Wartezimmer und fange mir dann noch Gott weiß was ein« und schleppen sich dementsprechend krank auf Arbeit.

Wir haben es hier mit politischem Aktionismus in Reinform zutun: Man schlägt wie verrückt auf die Symptome ein, ohne sich für die Ursache zu interessieren.

Unter dem Einfluss neoliberaler Großmannssucht wirft man halbwegs sinnvolle Konzepte über Bord, und dann wundert man sich, wenn das Gegenteil von dem eintritt, was man eigentlich gewollt hatte.

So wird das nichts. Merz muss weg!

Deshalb muss das BSW als soziale Stimme gegen den Irrsinn der Etablierten in die Landtage! Ihr wisst, was zu tun ist!

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Ende einer Schnapsidee