Pflege als Armutsrisiko?
Bild: Johannes Ross (via unsplash.com)
In Sachsen wächst die Angst vor dem Pflegefall
Eine DAK-Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Bürger bewerten die aktuelle Pflegesituation als schlecht, fast die Hälfte erwartet eine weitere Verschlechterung.
Die Hauptprobleme hier: rasant steigende Kosten im Pflegeheim und dramatischer Personalmangel. 90 Prozent der Befragten fordern, dass Pflege endlich für alle bezahlbar wird.
Wer jahrzehntelang in die Pflegeversicherung einzahlt, darf im Alter nicht mit Rechnungen von mehreren tausend Euro im Monat konfrontiert werden.
Wir vom BSW fordern: Es braucht jetzt eine echte Pflegereform!
Kurzfristig braucht es:
➡️ Eigenanteil im Pflegeheim auf maximal 1.000 Euro deckeln
➡️ Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenzen anheben
➡️ Pflegegeld erhöhen und Lohnersatz für pflegende Angehörige einführen
➡️ Prävention stärken statt immer teurerer »Reparaturmedizin«
Langfristig nötig sind:
➡️ Einführung einer echten Pflegevollversicherung – würdige Pflege unabhängig vom Geldbeutel
➡️ regionale und sektorübergreifende Versorgung statt starrer Trennung zwischen ambulanter und stationärer Pflege
➡️ Ausbau wohnortnaher Beratungsangebote und regionaler Pflegestützpunkte
➡️ deutliche Aufwertung der Pflegeberufe mit besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen
➡️ flächendeckender Ausbau von Pflegeeinrichtungen, Kurzzeitpflege und barrierefreiem Wohnraum
Wir sagen: Pflege darf die Bürger nicht in die Armut treiben. Wer ein Leben lang geschuftet und eingezahlt hat, muss sich im Alter auf eine ordentliche Versorgung verlassen können.

