Er kann’s noch immer nicht…
Bild: Johannes Ross (via Creative Commons/ grok.ai)
Es scheppert an allen Ecken und Enden – hat Merz die Lage im Griff?
Die Hiobsbotschaften reißen seit Friedrich Merz' Amtsantritt vor über einem Jahr nicht ab. Es begann mit der historisch einmalig verfehlten Mehrheit im ersten Wahlgang, es folgten die groß angekündigten Reformen und seitdem steht die Tränenkoalition in Berlin vor einem wachsenden Scherbenhaufen.
Sein Plan, die AfD »zu halbieren«, ist offenkundig gescheitert – denn dafür hätte es eine Politik gebraucht, die die Bürger nicht immer weiter scharenweise in die Arme der AfD treibt ... Obendrein sein nicht sonderlich souveränes Auftreten auf dem internationalen Parkett, auf dem er sich ironischerweise wohler zu fühlen scheint als in deutschen Landen.
Dort nerven ihn die niedergehende Wirtschaft, die »Kulturpessimisten, Untergangspropheten, Nöler, Nörgler, empörte Berufskritiker« und vor allem die Bürger; wenn Merz mal nicht gerade auf krebskranke Kritiker losgeht, hängt ihm der Koalitionspartner im Nacken wie ein Kampfhund – und jetzt auch noch die Sache mit Jens Spahn.
Der mietete in den USA einen Uterus, bezahlte für das Kind ein stattliches Sümmchen und glaubte, dass sich alle so über das Kind freuen werden, wie er selbst. Im Sommerinterview vor einigen Tagen offenbarte sich nun ein interessantes Detail: Merz unterschätzte die Tragweite dieser überaus pikanten Angelegenheit. Er überließ die Kommunikation allein Jens Spahn, der – vom Vaterglück ergriffen – stolz Fotos mit Kinderwagen in der Boulevard-Presse veröffentlichte.
Es hat den Anschein, dass Friedrich Merz nicht so richtig weiß, was eigentlich um ihn herum passiert. Ob nun der Koalitionspartner wieder mit neuen »Ideen« herumpoltert oder die eigenen Minister völlig realitätsferne Vorschläge unterbreitet: immer häufiger verstärkt sich der Eindruck, dass Merz es einfach nicht kann.
Und wer nicht kann, der muss weg.
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