CDU/SPD greifen Psychotherapie an
Bild: Johannes Ross (via unsplash.com)
Kann diese Regierung noch tiefer sinken? CDU/CSU und SPD wollen morgen im Bundestag die Existenzgrundlage psychotherapeutischer Praxen kassieren. Auch in Sachsen.
Per Änderungsantrag, fünf Tage vor der Abstimmung aus der Schublade gezogen: Das gesetzliche Mindesthonorar für Psychotherapie soll fallen. Ohne Untergrenze. Ohne Anhörung. Ohne Öffentlichkeit.
Vorher wurden bereits die Honorare gekürzt. Jetzt sollen 70% der Praxen ihre Patientenzahl von 30 auf 18 pro Woche halbieren.
Und das bei einem Anteil von gerade einmal 1% der GKV-Ausgaben.
Geht es hier ums Sparen. Oder geht es vielmehr um Marktbereinigung auf dem Rücken psychisch kranker Menschen – zugunsten von Pillen und Apps statt Therapie? Vielleicht weil keine lautstarke Lobby dahintersteht, vor der diese Regierung etwas befürchten müsste?
Die Berufsverbände laufen Sturm. CDU/CSU und SPD ziehen es trotzdem durch, im Hinterzimmer, ohne die gebotene Transparenz.
Wer in Sachsen einen Therapieplatz braucht, wird die Folgen dieser Entscheidung zu spüren bekommen.
Das BSW steht an der Seite der Praxen und der Patienten.

