Tag der pflegenden Angehörigen 2026
Bild: Johannes Ross (via unsplash.com)
Heute ist "Tag der pflegenden Angehörigen": Es braucht Anerkennung, Unterstützung und echte Entlastung
Am heutigen Aktionstag gilt mein besonderer Dank all jenen Menschen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen: für ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Großeltern, ihr Umfeld.
Sie pflegen, begleiten, organisieren, trösten und halten den Alltag zusammen. Was das bedeutet, ja was das für eine Kraftakt ist, dürften sich die wenigsten vorstellen können.
In Sachsen sind es unzählige Töchter, Söhne, Ehepartner und viele andere, die Tag für Tag pflegebedürftige Menschen zuhause versorgen; neben dem eigenen Beruf, oft bis an die Grenze der eigenen Kraft.
Was in der Politik häufig vergessen wird: Diese Arbeit hält unser Pflegesystem am Laufen, ohne die pflegenden Angehörigen würde es zusammenbrechen. Trotzdem behandelt man sie noch immer wie eine Nebensache: Das Pflegegeld deckt bei weitem nicht, was diese Arbeit wert ist.
Diese besondere Leistung ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und verdient mehr als ein warmes Wort und ein nett gemeintes Schulterklopfen.
Wer Pflege zu Hause ermöglicht, darf nicht allein gelassen werden. Es braucht verlässliche Beratungsangebote, erreichbare Unterstützung vor Ort und mehr Möglichkeiten, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.
Deshalb setzt sich das BSW im Freistaat Sachsen dafür ein, die Pflege stärker als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu begreifen: Mit einem sächsischen Landespflegegesetz, verbindlicher kommunaler Pflegeplanung und persönlichen Beratungsangeboten wollen wir Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besser unterstützen und entlasten.
Heute sage ich Danke. Von Herzen. Politisch müssen konkrete Verbesserungen erarbeitet und durchgesetzt werden. Denn ein Danke allein reicht nicht.

