Pflegereform: CDU kürzt, SPD blockiert
Bild: Johannes Ross (via unsplash.com)
Das System Pflege steht finanziell unter massivem Druck. Nach Berechnungen, die im aktuellen Reformstreit genannt werden, könnte der zusätzliche Finanzbedarf der Pflegeversicherung bereits 2027 bei rund 11 Milliarden Euro liegen und bis 2030 auf rund 21 Milliarden Euro steigen.
Die Union setzt unter anderem auf strengere Zugangsvoraussetzungen und Einsparungen bei den Leistungen. Gleichzeitig sollen zusätzliche Einnahmen über höhere Beitragsbelastungen erzielt werden.
Die SPD lehnt Leistungskürzungen ab und bringt zugleich einen Pflegekostendeckel von 1.500 Euro für den Eigenanteil im Pflegeheim ins Gespräch. Dieser Deckel würde allerdings weitere drei Milliarden Euro jährlich kosten.
Nicht beantwortet wird: Wer soll die steigenden Kosten der Pflege künftig tragen?
Union und SPD haben eine Reform vorgelegt, die an der Wirklichkeit vorbeigeht. Mehr Hürden beim Pflegegrad bedeuten nicht weniger Pflegebedürftige, sondern mehr Überforderung in den Familien.
Was es jetzt braucht:
- Eigenanteile in Pflegeheimen deutlich und dauerhaft begrenzen
- Bürgerversicherung auch in der Pflege
- Pflegende Angehörige stärken, statt sie zu bestrafen
Aber so nicht!

