Kinderkranktage: Linnemann zeigt sein wahres Gesicht

Bild: Johannes Ross (via unsplash.com/ Creative Commons)

Kaum im Amt, drückt Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) den Eltern kranker Kinder das Knie ins Genick: im kommenden Jahr will er fünf Kinderkrankentage streichen, von 15 auf 10 pro Kind, pro Elternteil.

Richtig ist, dass nur wenige Eltern dieses Kontingent ausschöpfen, aber: Linnemann vergisst offenkundig Alleinerziehende, er blendet Familien mit mehreren Kindern aus und interessiert sich null für chronisch kranke Kinder, die mehr ärztlicher Aufmerksamkeit bedürfen. Getroffen werden von dieser Streichung also diejenigen, die sie am meisten brauchen.

Zudem: Das eigene Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass Atemwegserkrankungen bei Kindern auch nach Corona weiterhin deutlich häufiger auftreten als in den Jahren vor Corona. Das Einsparpotenzial ist überschaubar.

Der Schaden für Familien, die auf dieses Kinderkrankengeld angewiesen sind, ist greifbar.

Der Familienbund der Katholiken und die Diakonie warnen, Linnemann ficht das nicht an.

Diese Bundesregierung schmeißt Milliarden an Steuergeld mit offenen Händen in die ganze Welt – bei kranken Kindern aber wird plötzlich der Taschenrechner gezückt.

Kinderkrankentage sind keine Wohltat aus den Corona-Jahren, die man »zurücknehmen« kann. Sie sind eine spürbare Entlastung für Eltern, die drauf angewiesen sind.

Die Alternative? Der Arbeitnehmer meldet sich krank, oder es gehen kranke Kinder in die Schule.

Der Horizont der CDU endet wieder mal hinter der Stirn ihrer Minister.

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