Ein Jahr Merz…
Bild: Johannes Ross (via unsplash.com)
Mit einem Schluckauf begann die Kanzlerschaft des Friedrich Merz: das zweithöchste Amt im Staate erlangte der Sauerländer erst im historischen zweiten Wahlgang.
Dies sollte sich als dunkle Vorahnung herausstellen. Von einem Umschwung, von Reformen keine Spur, keine Verbesserungen beim wirtschaftlichen Wachstum, bei Sozialabgaben oder beim Bürokratieabbau.
Stattdessen politische Kapriolen, ein Rückwärtssalto folgt auf den nächsten; Friedrich Merz, Titelverteidiger im olympischen Zurückrudern.
Einzig, dass Deutschland sich bislang nicht in den Iran-Konflikt hat mit hineinziehen lassen, kann man Friedrich Merz positiv ins Heft schreiben.
Nicht ohne Grund beschleicht einen das Gefühl, dass Merz als miesepetriger Konkursverwalter viel lieber auf dem internationalen Parkett unterwegs wäre, anstatt sich mit innenpolitischen Problemen herumplagen zu müssen.
Selbst wer keine Erwartungen an Friedrich Merz' erstes Jahr als Kanzler hatte, dürfte enttäuscht worden sein.
Mein Fazit: So wie Helmut Kohl als Kanzler der Wiedervereinigung seinen Platz in der Geschichte fand, so ist Friedrich Merz schon heute seine Fußnote als Kanzler der Ankündigungen sicher.

